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Vorgesehen sind Datenerhebungen in 30 sozial möglichst unterschiedlichen 8. Klassen der Real-, Sekundar- und Gymnasialstufe. Erstens soll eine schriftliche Befragung von 600-800 Schülerinnen und Schülern neben Männlichkeits- und Weiblichkeitsbildern die Sozialisationsumwelten schulisches Umfeld (Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrpersonen), Peers und Familie sowie die schulerfolgsbezogenen Entwicklungsmerkmale Motivation/Volition, Attribution, Sozialkompetenz und schulische Integration thematisieren. Anhand der standardisierten Daten sollen komplexe Analysen verschiedener Wirkungszusammenhänge und Mechanismen zum Thema geschlechterdifferenter Schulerfolg durchgeführt werden. Dieser quantitative Untersuchungsschritt dient auch dem theoretischen Sampling der folgenden qualitativen Erhebungen - maximale Variation oder extreme bzw. typische Fälle. Zweitens werden im Rahmen einer videogestützten Unterrichtsbeobachtung in sechs Klassen die gesampelten Schülerinnen und Schüler hinsichtlich schulerfolgsrelevantem verbalen und non-verbalen Verhalten untersucht. Ergänzend werden Gespräche mit den Lehrpersonen zur 'Typikalität' der Lektionen geführt. Drittens werden die Schülerinnen und Schüler in Gruppendiskussionen mit ihren gleichgeschlechtlichen Klassenkameradinnen bzw. Klassenkameraden hinsichtlich ihrer geäusserten Geschlechterkompetenzen und Genderpraxen auf der Handlungsebene betrachtet.
Verschiedene triangulierende Analysen sollen mögliche Zusammenhänge zwischen Doing gender auf mentaler und Verhaltensebene und den weiteren schulerfolgsrelevanten Variablen aufzeigen. Schulerfolg als abhängige Variable wird durch Schulnoten erfasst.
Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden abschliessend Unterrichtsempfehlungen zur Verringerung geschlechtsspezifischer Leistungsunterschiede und zur Förderung schwacher Schülerinnen und Schüler formuliert.
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